Speziell Handwerker sind auf eine effiziente Verwaltung ihrer Lagerbestände angewiesen.

Lagerverwaltung in handwerklichen Betrieben

Jeder handwerkliche Betrieb der etwas herstellt benötigt eine Lagerverwaltung. Die Handwerker benötigen geeignete Arbeitsmittel und auch Material um arbeiten zu können. Aber gerade kleine Handwerksbetriebe können sich das Material nicht auf Halde lagern. Sie müssen immer im Voraus planen und nach Bedarf das Material bestellen. Da aber die Lieferzeit des Materials einige Zeit in Anspruch nehmen kann, muss eine ordentliche Lagerverwaltung auf Basis eines Softwaresystems vorliegen.

Arbeiten die Handwerksbetriebe mit geeigneter Software, dann ist das ganze kein Problem. Denn in das Programm können alle vorhandenen Lagerbestände eingetragen werden. Werden nun dem Lager Materialien entnommen, dann werden diese am Computer in das Warenwirtschaftssystem eingegeben und der Lagerbestand ist stets ersichtlich. Fällt die Stückzahl unter ein bestimmtes Limit, dann muss dieses Teil bestellt werden. So ist es ganz leicht, immer genügend Material am Lager zu haben. So verhält es sich auch mit Arbeitsmitteln, die für einen bestimmten Berufszweig benötigt werden. Wird ein größerer Auftrag durch die Handwerksbetriebe übernommen und es wird mehr Material benötigt, dann kann das vor dem Arbeitseintritt bestellt und eingelagert werden. Durch eine Kalkulation werden Engpässe an Arbeitsmaterial ausgeschlossen. Dazu werden vor dem Vertragsabschluss die benötigten Materialien und ebenso die Arbeitszeit kalkuliert. Erst danach wird ein Kostenvoranschlag durch den Handwerker erstellt. Handelt es sich um einen sehr kleinen Handwerksbetrieb mit bis zu 10 Handwerkern, dann wird die Lagerverwaltung meist durch den Chef der Firma erledigt. Ist es ein großer Betrieb, wo viele Handwerker arbeiten und dementsprechend viel Material benötigt wird, dann wird ein Arbeiter speziell für die Lagerverwaltung und Bedienung der Software eingestellt. Dieser ist dann auch ganz allein für das Lager zuständig und er muss dafür sorgen, dass keine Maschinen stehen bleiben nur weil das Material fehlt. Er muss aber nicht nur für das benötigte Material sorgen, sondern auch für die benötigten Arbeitsmittel. Denn es nutzt kein volles Warenlager, wenn die Handwerker durch fehlende Arbeitsmittel nicht arbeiten können. Der Lagerarbeiter erhält stets vor dem bearbeiten eines Abschnittes einen genauen Plan. Daraus ist ersichtlich welche Materialien benötigt werden. Nun kann er durch Überprüfung in der Software für die Lagerverwaltung feststellen, was noch bestellt werden muss und welche Materialien in ausreichender Stückzahl vorhanden sind. Da das benötigte Material nicht immer gleich lieferbar sein kann, ist eine vorausschauende Arbeitsweise angebracht. In vielen Handwerksbetrieben wurden Programme zur Zeiterfassung installiert. Diese Software kontrollieren die tägliche Arbeitszeit. Aber sie bringen dem Handwerker auch Vorteile. So kann er die tatsächlich geleistete Arbeitszeit nachweisen. Vor der Zeiterfassung gingen oft einige Minuten an Arbeitszeit verloren, denn es wurden nicht die Übergabezeiten berücksichtigt. In Handwerksbetrieben die im Schichtsystem arbeiten, müssen die Arbeiter einige Minuten vor Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz sein. Nur so ist es möglich den Kollegen an der Maschine abzulösen und den anstehenden Arbeitsgang zu besprechen. Diese wertvollen Minuten gingen vor der Zeiterfassung verloren. Die wertvollen 5 Minuten vor und nach der Schicht werden erfasst und als Überstunden gutgeschrieben.